Zum zweiten Topspiel in Folge trifft die drittplatzierte Westwacht bereits am ungewohnten Freitagabend auf den Tabellenzweiten, die HSG Siebengebirge. Auf Wunsch der Gastgeber sollte das Spiel zunächst von Samstag auf Sonntag verlegt werden. Da jedoch auf Seiten der Weidener nicht der gesamte Kader zur Verfügung gestanden hätte, konnte man sich dankenswerter Weise auf den Termin am Freitagabend verständigen.
Nach der Derbyrevanche gegen den BTB Aachen (32:29) am vergangenen Samstag und dem damit verbundenen sechsten Sieg in Folge möchte man im Weidener Lager nun nachlegen und Wiedergutmachung für die deftige Abreibung aus dem Hinspiel (21:31), die gleichzeitig die höchste Niederlage für die Westwacht in dieser Saison bedeutet hat, betreiben.
Weidens Coach Philipp Havers sieht der Begegnung recht optimistisch entgegen und verweist dabei auf die Hinrunde: „Im Heimspiel konnten wir die Partie über 45 Minuten offen gestalten und haben in der ersten Halbzeit sogar lange Zeit geführt. Erst in der Schlussviertelstunde haben wir dann total den Kopf verloren und den Gegner durch schlechte Abschlüsse und technische Fehler zum Kontern eingeladen. Siebengebirge hat uns dann einfach überrannt und einen unnötig hohen Sieg eingefahren.“
Nach Havers´ Ansicht war speziell die Angriffsleitung damals nicht oberligatauglich, denn mit nur 21 Treffern erzielte man gegen das Team von Trainer Sebastian Hoffmann so wenig Tore wie in keinem anderen Spiel in dieser Saison. „Es wird darauf ankommen, die Fehlerquote im Angriff diesmal deutlich zu reduzieren und die HSG auf diesem Weg nicht zu einfachen Toren per Gegenstoß einzuladen“, weiß Havers um die Gegenstoßqualität der HSG in Person von Fabian Zächerl (55 Tore) und Till Margraf (56 Tore) auf der linken Außenbahn. Weitere Qualität, die ligaweit seinesgleichen sucht, findet sich auf der Rückraummitteposition der Gastgeber. Mit Edgar Schulz (80 Tore) und Basti Willcke (79 Tore)  spielen dort die beiden torgefährlichsten Akteure der Gastgeber, die es in Schach zu halten gilt. Dass kein Spieler der HSG in den Top-Ten der Torschützenliste auftaucht und man dennoch den drittbesten Angriff der Liga stellt, spricht dabei für die breite Qualität des Siebengebirger Kaders. Anders als in der Vorwoche, als man sich darauf konzentrieren konnte den Ausnahmeschützen des BTB, Robin Bleuel, auszuschalten, kommt diesmal ein ganz anderes Problem auf die Defensive der Grün-Weißen zu. „Wir müssen mit einem Gegner rechnen, der insbesondere im Parallelstoß und im Eins-gegen-Eins stark aufspielt und somit von allen Positionen gleichermaßen Torgefahr ausstrahlt. Hinzu kommt, dass die Hoffmann-Truppe ohne Zweifel bis in die Haarspitzen motiviert sein wird um die Vorlage, die wir ihr durch den Erfolg gegen BTB gegeben haben, zu nutzen. Man darf sich allerdings sicher sein, dass wir darauf brennen, das Hinrundenergebnis wieder wettzumachen“, verspricht Havers vollen Einsatz seines Teams.
Entgegen dem Hinspiel, als man auf Timo Wolff, Andreas Micke und Freddy Hoffmann verzichten musste, sind am Freitag voraussichtlich alle Mann an Bord.

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