„Pflichtaufgabe erfüllt!“ Unter diesem Motto sollte man das Spiel gegen den Tabellenletzten aus Oberwiehl nach Möglichkeit schnell abhaken, denn glanzvoll war der Erfolg gegen die Oberbergischen nicht. Ähnlich wie im Hinspiel war es vor allem Gästekreisläufer Andre Rischikov, der die Westwacht-Defensive vor Probleme stellte. „Es war ja nicht so, als wäre das eine Überraschung für uns gewesen, eigentlich haben wir uns in der zurückliegenden Trainingswoche sogar darauf eingestellt, dass die Wiehler ihr Heil im Spiel über den Kreis suchen“, haderte Weidens Coach Philipp Havers mit der Leistung seiner Abwehr. Erst als man von der gewohnten 6:0-Formation auf eine recht offene 5:1-Variante umstellte, war die Zuordnung plötzlich da und man konnte sich ab der 20. Spielminute (12:12) bis zur Halbzeitpause auf 17:13 absetzen. „Die letzten 10 Minuten der ersten Hälfte waren unsere stärkste Phase und haben im Nachhinein betrachtet gereicht, um einen beruhigenden Vorsprung herauszuspielen, den wir über die zweite Halbzeit lediglich verwaltet haben anstatt ihn auszubauen“, war Havers nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams.
Durchaus berechtigt, denn in der zweiten Halbzeit hielt der Schlendrian Einzug ins Spiel der Grün-Weißen. Bedingt durch technische Fehler und Fehlwürfe bei klarsten Torchancen ließ man das Team von Gästetrainer Florian König noch einmal Mut fassen. Zwar gelang es der Mannschaft um den besten Oberwiehler Torschützen, Mirco Gröbner, bis zur Schlussphase nicht, auf mehr als drei Tore zu verkürzen (20:17, 40 Spielminute), jedoch verpasste man auf Seiten der Westwacht gleichfalls, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Über die Zwischenstände von 23:19 (50. Minute) und 26:22 (55. Minute) blieb der Vorsprung weiter knapp und Oberwiehl konnte, begünstigt durch unnötige Patzer im Weidener Angriff, sogar auf 27:25 verkürzen. Dass die Punkte am Ende doch in der Parkstraße blieben, war vor allem Torhüter Bobo Bayer zu verdanken, der nicht nur einige 100 %ige Chancen des Gegners vereitelte, sondern auch zwei Strafwürfe entschärfte. „Ohne Bobo hätte das Spiel auch noch kippen können“, hob Havers die Leistung seines Torhüters nach dem Spiel  hervor und schob direkt nach: „Nächste Woche spielen wir in Köln gegen das nächste abstiegsbedrohte Team, spätestens nach dem Verlauf der heutigen Begegnung ist hoffentlich jedem klar, dass halbe Kraft nicht reicht um solche Spiele zu gewinnen.“
Torschützen: Simon Bock 7/2, Andi Micke, Marcel Habisch je 5, Freddy Hoffmann 4, Timo Wolff 3, Jonas Backes 2, Tyrone Schwark, Marc Schlingensief, Stefan Kuck je 1

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