Bereits acht Spiele sind die Grün-Weißen ungeschlagen und so darf man sich derzeit mit nur einem Verlustpunkt (26:26 gegen die HSG Siebengebirge) bestes Team der Rückrunde nennen. Den besten Handball hat man am vergangenen Wochenende gegen den CVJM Oberwiehl hingegen über lange Zeit vermissen lassen. Zwar stand am Ende ein 29:25 Heimerfolg zu Buche, jedoch war Westwachts Coach Philipp Havers nicht wirklich einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Ich weiß, dass die Spiele gegen die abstiegsbedrohten Teams kurz vor Saisonende sehr undankbar sind, allerdings muss ich von jedem meiner Spieler erwarten dürfen, dass er mit voller Konzentration bei der Sache ist. Das was wir gegen Oberwiehl in der ersten Hälfte in der Abwehr und in der zweiten Hälfte im Angriff präsentiert haben, lässt sich nur schwer mit dem Titel „bestes Rückrundenteam“ vereinbaren“, erwartet Havers gegen die Fortunen ein anderes Auftreten seiner Mannschaft.
Dass die Kölner mit ihrer für Oberligaverhältnisse unorthodoxen 3:3-Abwehrformation jeden Gegner ärgern, ist bereits hinlänglich bekannt. „Das haben wir im Hinspiel am eigenen Leib erfahren müssen. Zwar haben wir das Spiel am Ende 27:25 gewonnen, allerdings hat uns der SC dafür einiges abverlangt. Wenn ich mich richtig erinnere hatte ich nach dem Spiel über 30 verlorene Bälle auf dem Zettel, das darf uns am Sonntag definitiv kein zweites Mal passieren“, sieht Havers vor allem eine geringe Fehlerquote als Schlüssel zum Erfolg.
Im Angriff des Gegners sieht der Weidener Trainer, ähnlich wie im Hinspiel, das Trio Gremmelspacher (RL), Lammer (RM) und Linkshänder Surlemont (RR) und deren Zusammenspiel mit Kreisläufer Kötzle als gefährlichste Faktoren. „Es hat im Hinspiel lange gedauert, bis wir uns auf die Kreuzbewegungen des Kölner Rückraums eingestellt hatten, nachdem uns dies gelungen war, haben wir einige leichte Ballgewinne verzeichnen können, die Marcel Habisch (insgesamt 12 Treffer) per Gegenstoß verwerten konnte“, hofft Havers, dass sein Team beim Gastspiel in Köln von Beginn an die richtige Einstellung in der Abwehr findet und sieht so gleichzeitig den Weg zum Erfolg: „Wenn wir es über eine gute Abwehrarbeit schaffen, in die erste und zweite Welle zu kommen und auf diese Weise viele einfache Tore erzielen, nehmen wir der Fortuna die Gelegenheit uns im gebundenen Spiel zu Fehlern zu zwingen.“
Als problematisch könnte sich die Personalsituation am kommenden Sonntag erweisen. Eine bereits vor Wochen gestellte Anfrage, das Spiel auf Grund der beginnenden Osterferien auf Freitag vorzuziehen, wurde durch die Fortuna abgelehnt. Obwohl freitags offizieller Trainingstag der Kölner ist, sah man sich nicht in der Lage eine Hallenzeit zu finden. Die Westwacht wird daher aller Voraussicht nach nur mit einem Rumpfkader in Köln auflaufen können, denn neben den beiden Linkshändern, Marc Schlingensief und Simon Bock, droht auch Abwehrorganisator Stefan Kuck urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stehen. „Ich hoffe, dass diese Woche alle verbleibenden Spieler von Verletzungen verschon bleiben“, möchte Havers zumindest mit dem restlichen Kader die Fahrt nach Köln antreten.
SC Fortuna Köln - DJK Westwacht Weiden (Sonntag, 09.04.2017, Anwurf 15.00 Uhr, Halle Vorgebirgstraße 76, 50968 Köln)

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