Schon vor dem 23. Spieltag verriet der Blick auf die Tabelle, dass nicht nur die Meisterschaftsfrage in der Oberliga weiterhin offen ist, sondern dass auch im Tabellenkeller längst nicht entschieden ist, wer den Gang in die Verbandsliga antreten muss. Nach neusten Gerüchten wird der in diesem Jahr nicht angetretene TV Bergneustadt nun doch als sportlicher Absteiger eingestuft, so dass lediglich eine weitere Mannschaft absteigen muss.
Bereits am Samstagabend sendete daraufhin Tabellenschlusslicht Oberwiehl ein Lebenszeichen und schlug den Lokalrivalen Derschlag überraschend mit 37:26, was gleichzeitig bedeutete, dass die Fortuna vor der Sonntagsbegegnung nur noch bedingt durch das bessere Torverhältnis auf einem Nichtabstiegsplatz rangierte. Entsprechend war man im Lager der Westwacht darauf eingestellt, auf ein Team zu treffen, das alles geben würde um zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Doch anders als erwartet, entwickelte sich nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der die Kölner bis zum 5:5 (10. Spielminute) immer mit einem Tor vorlegen konnten, ein wenig aufregendes Spiel. In der Folge stabilisierte sich die Abwehr der Westwacht und man setzte sich zunächst auf 9:5 ab, ehe der Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore (15:10)  anwuchs. Bereits zu diesem Zeitpunkt war der Kölner Spielmacher Florian Lammer mit einer Schulterverletzung ausgeschieden –an dieser Stelle die besten Genesungswünsche- so dass die Angriffsbemühungen der Fortuna merklich an Qualität verloren.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit dauerte es zunächst erneut zehn Minuten, ehe die stärkste Phase der Grün-Weißen begann. Bis zum Stand von 19:14 blieb der Vorsprung konstant bei fünf Toren, bevor das Team von Trainer Philipp Havers die Abwehr für mehrere Minuten komplett dicht machte und sich mit einem 6:0-Lauf vorentscheidend zur höchsten Führung auf 25:14 absetzte.
Bis zum 27:17 blieb der Vorsprung zweistellig, schließlich erlaubten jedoch einige Nachlässigkeiten im Abschluss, dass die Gastgeber das Endresultat noch etwas korrigieren und auf acht Tore Differenz reduzieren konnten.
Weidens Coach Philipp Havers lobte nach dem Spiel neben seinen beiden Torhütern, die einen ordentlichen Job erledigt haben, vor allem die Abwehrarbeit seines Teams: „Wir haben bis auf wenige Ausnahmen sehr diszipliniert verteidigt und während der teils sehr langen Angriffe der Kölner die Konzentration hoch gehalten. Wie so oft, war die Abwehr der Grundstein des Erfolgs. Unser Plan, durch eine gute Defensivleistung Bälle zu erobern und diese durch schnelles Umschaltspiel zu verwerten hat gut funktioniert.“
Torschützen: Simon Bock 9/4, Jonas Backes 5, Freddy Hoffmann, Andreas Micke je 4, Timo Wolff 3, Pascal Schröder 2, Stefan Kuck, Marcel Habisch je 1

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