„Für diese Leistung müssen wir uns bei jedem der mitgereisten Zuschauer entschuldigen“, war Westwachts Coach Philipp Havers verärgert und enttäuscht zugleich. „Jede Serie endet irgendwann, aber mit dem „Wie“ bin ich diesmal absolut nicht einverstanden. Das war eine noch schlechtere Leistung als bei unserer Hinrundenniederlage gegen Derschlag“, hatte der Weidener Coach eine klare Meinung zur Vorstellung seiner Jungs.
Nachdem man die Fehler zu Beginn der Partie vielleicht noch unter der Rubrik „Anfangsnervosität“ hätte abhaken können, zeigte sich schnell, was von den Grün-Weißen am Samstagabend zu erwarten war. Wie ein roter Faden zogen sich technische Fehler im Ballvortrag und Fehlwürfe bei absolut freien Abschlussgelegenheiten durch das Spiel des Tabellendritten. So war es eigentlich noch sehr verwunderlich, dass zur Halbzeit lediglich ein 3-Tore-Rücksand (10:13) zu Buche stand.
„Auswärts nur 24 Tore zu kassieren ist ja grundsätzlich eine perfekte Grundlage um jedes Spiel zu gewinnen, bei uns machte es allerdings oft den Anschein, dass wir gar nicht gewinnen wollten. Dass durch das Fehlen von Jonas Backes der etatmäßige Innenblock nicht zur Verfügung stand, lasse ich daher genauso wenig als Entschuldigung gelten, wie die ärgerliche Verletzung von Simon Bock, der kurz nach seiner Einwechslung bei einem Sprungwurf auf dem Fuß seines Gegenspielers landete, dabei umknickte und in der Folge nicht mehr eingesetzt werden konnte“, berichtete Havers über die weiteren Rahmenbedingungen der fünften Saisonniederlage.
Mit Beginn der zweiten Hälfte hatte man dann kurz den Eindruck, die Westwacht würde ein anderes Gesicht zeigen, denn mit dem 12:13 verkürzten die Grün-Weißen schnell auf ein Tor. Ebenso schnell stellte der TVS jedoch beim 13:16 den alten Abstand wieder her und setzte sich in der Folge über 14:21 vorentscheidend ab.
„Trotz des hohen Rückstands hätten alleine die 100%-igen Torchancen in den letzten zehn Minuten ausgereicht um die Partie noch zu drehen“, musste Havers hinnehmen, dass sein Team wahrscheinlich noch bis tief in die Nacht hätte spielen können, aber mit der gezeigten Offensivleistung nie die Chance auf einen Sieg gehabt hätte.
„Im letzten Saisonspiel gegen Derschlag sind wir uns jetzt selbst Einiges schuldig, ich erwarte eine Reaktion meines Teams“, fordert der Weidener Coach zum Saisonabschluss einen Sieg.
Torschützen: Andi Micke 8/1, Marc Schlingensief 6/2, Marcel Habisch 3, Simon Bock 1

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