Auch wenn es tabellarisch für beide Teams um nichts mehr ging, wollte die Westwacht das letzte Spiel der Oberligasaison 2016/17 mit einem Sieg abschießen um die durchaus gelungene Rückrunde gebührend zu beenden. Dass man gewillt war, ein anderes Gesicht als in der Vorwoche gegen Strombach zu zeigen, bemerkte man besonders in den ersten 15 Minuten der Partie, in denen man sich über 3:0 (5. Minute), 7:1 (10. Minute) und 12:3 (15. Minute) entscheidend absetzte. Besonders Andi Micke im linken Rückraum glänzte in dieser Phase und erzielte die ersten vier Treffer im Alleingang.
In der Folge kamen die Gastgeber besser ins Spiel und fanden über den Kreis immer wieder die Möglichkeit, die sonst stark spielende Defensive der Westwacht zu knacken. „Sicherlich hat der ein oder andere Abstimmungsfehler meines Teams dazu geführt, dass die Derschlager Kreisläufer so oft freigespielt wurden, aber in einigen anderen Fällen bin ich mit der Interpretation des teils gefährlichen Kreisläuferspiels durch die Schiedsrichter nicht einverstanden. Keiner meiner Jungs geht in der Abwehr freiwillig zu Boden, wenn sowas dann mehrmals passiert, ist die Lage schon ziemlich eindeutig“, kommentierte Weidens Trainer Philipp Havers wie es den Oberbergischen von nun an gelang, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen.
Dies machte Havers allerdings nicht als alleinigen Grund dafür aus, dass Derschlag nach der Halbzeitpause auf bis zu drei Tore herankam: „Wir haben uns vorne auf einmal deutlich schwerer getan als noch im ersten Durchgang und uns zu schlecht gewählten Abschlüssen verleiten lassen.“
Nachdem der TuS die ersten drei Treffer in Halbzeit 2 erzielen konnte, führten die Grün-Weißen zwar fast über den gesamten Verlauf  des zweiten Durchgangs sicher (22:17, 45. Minute und 24:18, 50. Minute), allerdings hätte man den Sack bei einer konsequenteren Chancenverwertung auch schon vorzeitig zu machen können.
So kam es, dass Derschlag, begünstigt durch drei schnell aufeinander folgende Zeitstrafen gegen die Westwacht, in 55. Minute noch einmal auf 23:26 verkürzen konnte. Unter anderem der Routine von Marc Schlingensief, der in der Schlussphase die entscheidenden Treffer setzte, war es schließlich zu verdanken, dass am Ende ein leistungsgerechter 31:25 Erfolg zu Buche stand.
Havers kommentierte den Saisonabschluss nach der Partie mit folgenden Worten: „Wir haben eine tolle Rückrunde gespielt und sind zu Recht, noch vor der HSG Siebengebirge, der wir an dieser Stelle herzlich zur verdienten Meisterschaft gratulieren und viel Erfolg in der Nordrheinliga wünschen möchten, bestes Team der Rückrunde geworden. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und haben gegen keinen Gegner beide Spiele verloren. Der kleine Durchhänger gegen Strombach trübt zwar die Statistik, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams. Am kommenden Sonntag können wir uns den Saisonabschluss noch mit einem Erfolg im Pokalfinale versüßen. Simon Bock (TV Korschenbroich), Jannis Kleynen (VfL Bardenberg) und David Krause (Ziel unbekannt), die die Mannschaft verlassen werden, wünschen wir viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.“
Torschützen: Marc Schlingensief 9/4, Marcel Habisch, Andie Micke je 6, Simon Bock 5/1, Timo Wolff 4, Pascal Schröder 1

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