Einen rabenschwarzen Tag erwischte die Westwacht bei ihrem Gastspiel im Oberbergischen gegen den SSV Nümbrecht. Während man den Großteil der ersten Hälfte noch auf Augenhöhe agierte und zu Beginn der Partie sogar bis zum 7:6 in der 15. Spielminute vorlegte, gelang es der Weidener Abwehr in der Folge immer weniger die Angriffe des agilen Nümbrechter Rückraums zu unterbinden. Noch mehr als die mangelnde Abwehrarbeit war es jedoch die Offensivleistung, die an diesem Abend zu wünschen übrig ließ.

„Mit zunehmender Spieldauer haben wir uns mehr und mehr in Einzelaktionen verstrickt und kaum noch Lösungen in der Kleingruppe, geschweige denn über unsere Spielkonzepte gesucht“, berichtete DJK-Coach Havers über ein Spiel, das sicher auch anders hätte ausgehen können.

Dass es anders kam und fast in einer heftigen Abreibung geendet wäre war einem über die Halbzeitpause hinweg rund zehnminütigen Blackout seines Teams geschuldet. Über den Halbzeitstand von 10:14 starteten die Nümbrechter mit einem 5:0 – Lauf und legten vorentscheidend auf 19:10 vor.

„Wir konnten den Rückstand dann zwar kurzfristig auf fünf Tore reduzieren (16:21, 42. Minute), doch der verletzungsbedingte Ausfall von Torhüter Christopher Flöck hat uns dann das Genick gebrochen“, sah Havers den Gegner bis zur 51. Spielminute erneut auf acht Treffer Differenz davonziehen.

Das letzte Aufbäumen des Weidener Teams wurde spätestens beendet, als Timo Wolff, der selbst völlig unbeteiligt an der vorangegangenen Spielsituation war, mit einer gebrochenen Nase vom Feld musste.

„So eine Misere habe ich bislang noch nicht erlebt. Viel schwerer als die Niederlage, die ihrer Art nach schon sehr schmerzhaft war, wiegt unsere jetzige Personalsituation. Mit Bobo Bayer und Chris Flöck fallen unsere beiden Stammtorhüter auf ungewisse Zeit aus und bei Timo Wolff müssen wir definitiv von zwei bis vier Wochen ausgehen, ehe er wieder zur Verfügung steht“, sieht Havers die gesteckten Ziele zunächst in weiter Ferne. „Jetzt ist natürlich der verbleibende Kader gefragt, die Ausfälle bestmöglich zu kompensieren. Ich hoffe, dass spätestens jetzt, jeder weiß, dass man kein Spiel im Vorbeigehen gewinnt, erst recht nicht unter den nun herrschenden Rahmenbedingungen.“

Unter Hochdruck gilt es nun, eine Lösung für das Torhüterproblem zu finden um schon am kommenden Samstag ein schlagkräftiges Gespann gegen den MTV Köln aufbieten zu können. Westwachts Teammanager Jochen Kuck sieht dabei ein wenig Licht am Ende des Tunnels: „Wir haben auf jeden Fall eine kurzfristige Lösung in der Hinterhand. Sollten sich die Ausfälle von Bobo und Chris jedoch als längerfristig herausstellen, müssten wir noch mal aktiv werden.“

Torschützen: Beckers (7/1), Antons (6/2), Habisch (4), Kuck, Schlingensief (je 3), Wolff (2), Hoffmann

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