Alles andere als gut stehen derzeit die Vorzeichen für die Begegnung der Westwacht gegen den MTV Köln am kommenden Samstag. Nachdem sich Torhüter Bobo Bayer bereits im Derby gegen BTB Aachen verletzt hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt, kam es am vergangenen Wochenende knüppeldick für die Weidener. Völlig ohne Fremdeinwirkung zog sich Christopher Flöck eine Knieverletzung zu, deren genaue Diagnose zwar noch aussteht, die aber auch ihn auf zunächst unbestimmte Zeit zum Zuschauen verdammt.

Allem Übel nicht genug ist die Liste der Ausfälle für das Spiel am Samstagsabend noch lange nicht zu Ende. Timo Wolff wird wegen seiner gebrochenen Nase für die nächsten drei bis vier Wochen ausfallen und Marc Schlingensief laboriert noch immer an der Fußverletzung aus dem EWV-Cup Finale, so dass der Arzt auch ihm eine Handballpause verordnet hat. Als vorerst letzter Ausfall wird Johnny Eiche, der sich noch im Urlaub befindet, am Wochenende ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.

Teammanager Jochen Kuck kommentiert die Situation wie folgt: „Unsere Personalsituation ist im Moment alles andere als rosig, es ist schon ein harter Schlag, dass unser Torhütergespann gleichzeitig verletzt ausfällt. Dass dann auch noch drei Feldspieler zusätzlich nicht zur Verfügung stehen, spitzt die Situation zusätzlich zu. Der verbleibende Kader steht jetzt desto mehr in der Pflicht.“

Umso glücklicher ist Kuck, dass er zumindest die vakanten Torhüterpositionen schnell und unkompliziert besetzen konnte. Neben Fabian Felsenheim wird Daniel Gawlas sein Comeback bei der Westwacht geben. „Als er von der Verletzung unseres Torhüterduos hörte, hat er nicht lange über unsere Anfrage nachdenken müssen und hat sofort zugesagt, uns in dieser misslichen Lage zu unterstützen“, berichtet Kuck über den 33-Jährigen, der das Handballspielen bei der Westwacht erlernt hat und über mehrere Stationen bei Schwarz-Rot Aachen, VfL Bardenberg und KTSV Eupen die Handballschuhe eigentlich an den Nagel gehangen hatte und nun noch einmal in Grün-Weiß auflaufen wird.

Bei all den personellen Sorgen lief es zuletzt auch sportlich eher mäßig erfolgreich. Zwar hat man mit dem TuS Derschlag und BTB Aachen schon gegen zwei der am mit am höchsten gehandelten Teams gespielt, jedoch fand man bislang weder im Angriff noch in der Abwehr zur spielerischen Linie der Vorsaison.

Westwachts Coach Philipp Havers ist sich der Rahmenbedingungen der anstehenden Partie gegen den MTV Köln durchaus bewusst, nimmt sein Team aber dennoch in die Pflicht. „Gegen Derschlag haben wir uns selbst um den Sieg gebracht und gegen BTB sind wir lange nur hinterhergelaufen. Gerade jetzt erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie sich zusammenreißt und den ersten Heimsieg einfährt.“

Der MTV wird sich bei diesem Vorhaben mit einem fast gänzlich anderen Gesicht als noch in der Vorsaison in der Parkstraße vorstellen. Nachdem bereits im Laufe der Rückrunde völlig überraschend die Trennung zum Saisonende von Trainer Karsten Bohmann-Hesse zugunsten des neuen Trainergespanns Ponsar/Rau bekannt gegeben wurde, verließen einige Spieler den Verein. Entsprechend viele Neuzugänge (8) stehen den etablierten Kräften wie Rückraumshooter Robin Voiß gegenüber.

Für Havers führt der Weg zum ersten Heimsieg vor allem darüber, nicht die gleichen Fehler wie in der Vorwoche zu machen. „Unsere Abwehr muss wieder die nötige Laufbereitschaft zeigen, die sie in den letzten Wochen vermissen lassen hat. Daneben sollte das Spiel gegen Nümbrecht auch dem Letzten die Erkenntnis gebracht haben, dass wir im Angriff nur mit einer Teamleistung erfolgreich sein können. Das Nümbrechter Deckungskonzept wird mit Sicherheit Vorbild für einige andere Teams werden, darauf werden wir vorbereitet sein“, verspricht Havers.

DJK Westwacht Weiden – MTV Köln 1850 (Samstag, 14.10.2017, Anwurf 19.30 Uhr, Halle Parkstraße)

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