Nach einer Niederlage und einem Unentschieden vor heimischen Publikum konnte die Westwacht am vergangenen Samstag ihren ersten Heimsieg feiern. Damit, dass es am Ende ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter 35:24 Erfolg wurde, hätte im Verlauf der letzten Woche jedoch niemand gerechnet.

Denn die Vorzeichen der Partie standen alles andere als günstig. Neben den beiden Stammtorhütern Bobo Bayer und Chris Flöck, die beide verletzungsbedingt ausfielen, standen ebenfalls Timo Wolff, Lukas Schuffelen und Johannes Eiche nicht zur Verfügung, sowie Marc Schlingensief nur eingeschränkt.

„Was die verbliebenen Akteure dann jedoch am Samstagabend auf die Platte brachten, war die richtige Reaktion auf  die unnötige Niederlage der Vorwoche“, war Havers sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams.

Angeführt von Ben Beckers, der bereits in den ersten zehn Spielminuten fünf seiner insgesamt elf Treffer markierte und über das gesamte Spiel hinweg klug Regie führte, setzte die sich die Westwacht bereits zu Beginn der Partie auf drei Tore ab (6:3).

Zwar gelang es den Gästen zwischenzeitlich beim Stand von 9:7 (18. Spielminute) auf zwei Treffer zu verkürzen, doch bis zum Ende der ersten 30 Minuten wurde der Vorsprung zum Halbzeitstand von 15:10 wieder ausgebaut.

Während das Polster zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst konstant blieb (23:18, 40. Spielminute), versuchten die Mülheimer ab diesem Zeitpunkt durch mehrere taktische Maßnahmen, das Spiel noch einmal zu ihren Gunsten zu drehen – ohne Erfolg. Weder die doppelte Manndeckung gegen Ben Beckers und Jan Antons bzw. Pascal Schröder, die den SSV Nümbrecht in der Vorwoche noch auf  die Siegerstraße brachte, noch der 7. Feldspieler in der Offensive erzielten die erhoffte Wirkung. Vielmehr nutze die DJK diese Experimente um den eigenen Vorsprung kontinuierlich auszubauen.

Bereits beim Zwischenstand von 28:18 in der 47. Spielminute zweifelte unter den Zuschauern niemand mehr am ersten Heimsieg der Saison und trotzdem legten die Grün-Weißen nochmal nach. Bis hin zum 34:19 wuchs der Vorsprung auf 15 Tore an, ehe einige überhastet gewählte Abschlüsse dafür sorgten, dass der MTV das Resultat am Ende auf 35:24 verkürzen konnte.

Westwachts Trainer Philipp Havers freute sich nach Spielende über den ersten Saisonsieg in der Parkstraße: „Trotz aller Rückschläge haben wir Moral gezeigt und wieder zurück in die Spur gefunden. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr war das ein ganz anderes Auftreten als in Nümbrecht. Erwähnenswert ist, dass wir dem Kölner Shooter Robin Voiß keinen einzigen Treffer erlaubt haben, auch das Kreisläuferspiel haben wir gut unterbunden und so die beiden körperlich stärksten Akteure des Gegners aus dem Spiel genommen. Als sicherer Rückhalt zeigte sich Daniel Gawlas bei seinem Comeback nach über vier Jahren. Er hat unserer Defensive mit einer Quote von 40 % gehaltener Bälle zusätzliches Selbstvertrauen gegeben“, sah Havers aber nicht nur die Defensivleistung positiv und ergänzte: „Im Angriff haben wir unsere Treffer wieder als Team erspielt und uns nicht in Einzelaktionen verzettelt. Auf diese Weise waren wir von allen Positionen gefährlich - so stelle ich mir das vor.“

Torschützen: Beckers (11/4), Habisch 7, Hoffmann 5, Antons 4, Schwark 3, Kuck, Schlingensief je 2, Schroeder 1

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