Am kommenden Samstagabend sieht der Spielplan die Partie des Tabellensechsten (Bocklemünd, 10:6 Punkte) gegen den Tabellensiebten (Weiden, 9:7 Punkte) vor. Der HSV, der in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag dem Abstieg in die Verbandsliga entgehen konnte, gehört in dieser Saison sicherlich zu den Überraschungsteams in der Oberliga. Nach den Abgängen der Leistungsträger Mirco Böing (Longericher SC) und Andreas Staerk (Studienortwechsel), stand Bocklemünd für viele bereits vor Saisonbeginn als sicherer Absteiger fest. Doch das Team um Trainer Markus Pabst, der im Sommer das Amt von Frowin Fasold übernommen hatte, straft die Liga seit dem lügen. Lediglich den Spitzenteams aus Derschlag, Pulheim und Strombach musste man sich geschlagen geben und erledigte darüber hinaus seine Hausaufgaben mit Siegen über die Teams aus Refrath, Opladen, Oberwiehl sowie gegen Fortuna Köln und den Longericher SC II durchaus ordentlich. Darüber hinaus beachtlich ist die Tatsache, dass sich der Bocklemünder Kader bis auf den brasilianischen Neuzugang Vitor de Faria Baricelli so gut wie nicht verändert hat, nun aber Spieler, die bislang nicht im Fokus standen, Verantwortung bei den Kölnern übernehmen.

Westwachts Trainer Philipp Havers erwartet eine Partie auf Augenhöhe und zieht diesen Schluss nicht nur aus dem Tabellenstand beider Teams: „Unsere Bilanz aus der Vorsaison gegen den HSV ist zwar makellos, jedoch sollte man beachten, dass wir im Rückspiel nur deshalb mit einem Tor Vorsprung gewinnen konnten, weil Bobo Bayer einen Siebenmeter mit der Schlusssirene gehalten hat. Schon damals haben wir uns mit der variantenreichen Abwehr und dem schnellen Umschaltspiel des Gegners schwer getan.“

Nach erstmals zwei Siegen in Folge zeigte die Westwacht zuletzt völlig unterschiedliche Gesichter. Zuhause gegen Refrath erzielte man mit einer nahezu perfekten Angriffsleistung 39 Treffer, kassierte allerdings auch 30 Gegentore, um sich dann eine Woche später beim Gastspiel in Opladen, trotz einer tollen Abwehrleistung (nur 20 Gegentreffer), mit einer teilweise fatalen Trefferausbeute fast um den Sieg zu bringen.

„Wenn wir Kontakt zum oberen Drittel der Tabelle herstellen wollen, müssen wir mehr Kontinuität in unsere Leistungen bringen. Mit einem Sieg am Wochenende könnten wir eine kleine Serie starten, um bis zum Abschluss der Hinrunde unserem Saisonziel wieder etwas näher zu kommen“, verweist Havers auf nur drei Punkte Rückstand auf Tabellenplatz 3.

Die Verletztenmisere der letzten Wochen hält unterdessen weiter an. Nachdem Kapitän Stefan Kuck bereits kurzfristig vor dem Spiel in Opladen abwinken musste, plagen ihn weiterhin Leistenprobleme, die einen Einsatz mehr als fraglich erscheinen lassen. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Freddy Hoffmann, der in Opladen umgeknickte und auf Grund einer schmerzhaften Schwellung im Sprungelenk nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen kann. Neben dem urlaubsbedingten Ausfall von Pascal Schroeder gibt es allerdings auch erfreuliche Nachrichten. Lukas Schuffelen hat, nachdem sein Muskelfaserriss verheilt ist, wieder das Training aufgenommen und steht voraussichtlich schon gegen Bocklemünd für Kurzeinsätze zur Verfügung.

Vorbericht DJK Westwacht Weiden – HSV Bocklemünd (Samstag, 18.11.2017, Anwurf 19.30 Uhr, Halle Parkstraße)

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