Als am Samstagsabend der HSV Bocklemünd als Tabellensechster in der Weidener Parkstraße gastierte, hatten viele ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Diesem Anspruch konnten die Gäste jedoch nur in den ersten zehn Minuten der Begegnung gerecht werden, als diese beim Stand von 5:4 letztmalig auf einen Treffer aufschließen konnten. Im Anschluss setzte sich die Westwacht über die Zwischenstände 9:6 (15. Spielminute) und 13:6 (20. Spielminute) zum Halbzeitstand von 19:11 ab und hatte damit bereits für die Vorentscheidung gesorgt.

„Bocklemünd konnte, speziell in der ersten Halbzeit, lediglich von ein paar Konzentrationsfehlern unserer Abwehr profitieren, ansonsten haben meine Jungs sehr gut verteidigt und die Haupttorschützen des HSV (Matisyak und Zeyen je 2 Tore, Faria de Baricelli 1 Tor) über das gesamte Spiel hinweg im Griff gehabt“, fand Weidens Trainer Philipp Havers lobende Worte für sein Team. „Was dann doch noch Richtung Tor durchkam, wurde von Bobo Bayer sicher entschärft, mit einer Quote von 50% gehaltener Bälle hat er eine überdurchschnittliche Leistung gezeigt“, wollte Havers auch seinen Schlussmann nicht vergessen wissen.

Obwohl man die zweite Spielhälfte nutzen wollte, um das Ergebnis weiter hochzuschrauben, lahmte der Angriffsmotor im zweiten Durchgang dann ein wenig. Denn anstatt sich beim Stand von 26:17 (44. Spielminute) weiter abzusetzen, erlaubte man es den Gästen, den Rückstand bis zur 50. Spielminute auf sechs Treffer zu verkürzen (28:22). Spätestens jedoch, als Johnny Eiche, der an diesem Abend mit einer makellosen Abschlussquote überzeugte, zum 29:22 traf, waren die letzten Hoffnungen der Kölner wieder erloschen – auch, weil sich die die verbleibenden zehn Minuten als äußerst torarm erweisen sollten.

„Es ist sicher erfreulich, dass wir auch am Ende konzentriert in der Abwehr gearbeitet und nur noch einen Gegentreffer kassiert haben, aber sechs Ballverluste durch Fehlwürfe und technische Fehler in dieser Phase haben leider auch nicht mehr als zwei Treffer unsererseits zugelassen“, sah Havers einmal mehr, wie sein Team in ähnliche Verhaltensmuster wie bei den zurückliegenden Heimsiegen gegen den MTV Köln und die HSG Refrath/Hand verfiel, als man ebenfalls, den sicheren Sieg vor Augen, die Zügel schleifen ließ. „Das sollten wir zukünftig abstellen und stattdessen bis zum Ende durchziehen“, stellt der Weidener Coach eine klare Forderung an sein Team.

Für die Westwacht stehen nun oberbergische Wochen ins Haus. Am kommenden Samstag tritt man um 18 Uhr in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle zum HVM-Pokalfinale gegen den SSV Nümbrecht an, ehe nach dem spielfreien Wochenende erst der CVJM Oberwiehl (09.12.2017) und zum Jahresabschluss der TV Strombach (16.12.2017) in der Parkstraße gastiert.

Torschützen: Beckers (9/3), Eiche (5), Antons (5/1), Schlingensief (3), Hoffmann, Wolff, Habisch (je 2), Schuffelen, Kuck

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