Nach der Partie gegen den CVJM Oberwiehl stand nicht nur der vierte Sieg in Folge für die Westwacht zu Buche sondern auch, bedingt durch die unerwartete Niederlage des TV Strombach gegen den Longericher SC II, der Sprung auf den vierten Tabellenplatz.

Schon zu Beginn des Spiels ließen die Grün-Weißen keinen Zweifel daran, wie die Kräfteverhältnisse an diesem Abend verteilt sein sollten. Über 4:1 und 7:2 dauerte es lediglich bis zur 12. Minute, ehe sich Gästetrainer Florian König zur ersten Auszeit veranlasst sah. Dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Wiehler zum 7:5 in der 16. Minute setzte man jedoch einen 6:0 Lauf entgegen und zog bis zur 22. Minute vorentscheidend auf 13:5 davon.

Westwachts Trainer Philipp Havers sah die Leistung seines Teams gespalten: „Nicht zum ersten Mal überzeugen wir in der ersten Hälfte und legen den Grundstein für unseren Erfolg. Was mir aber gar nicht schmeckt, ist die Tatsache, dass wir dann die Zügel schleifen lassen und einmal mehr in den Verwaltungsmodus umschalten. Uns steht wieder ein voller Kader zur Verfügung, da muss sich niemand schonen. Gegen Teams wie Oberwiehl oder Bocklemünd mag es reichen, nur eine Halbzeit lang Vollgas zu geben, aber schon nächste Woche haben wir mit Strombach ein ganz anders Kaliber zu Gast. Wenn wir da nicht über 60 Minuten volle Konzentration an den Tag legen, ist der vierte Platz ganz schnell wieder futsch.“

Tatsächlich erlaubte die Westwacht den Gästen in der Folge das Spiel offen zu gestalten. Denn über 16:9 und 19:11 blieb es nicht nur bis zum Pausenpfiff bei einer Differenz von acht Treffern, vielmehr hatte der Vorsprung bis zum Zwischenstand von 25:17 in der 40. Minute Bestand, ehe die Oberberger, besser gesagt Jan Jäckel, seine beste Phase hatte. Seine drei Treffer in Folge bedeuteten in der 48. Minute, dass der CVJM auf 26:22 verkürzen konnte.

Dass jedoch auch auf Seiten der Westwacht ein sicherer Schütze im linken Rückraum spielt, stellte dann Jan Antons unter Beweis, als er Jäckels Leistung mit gleich fünf Treffern in Folge in den Schatten stellte und sein Team zusammen mit einer wieder stabiler werdenden Defensive auf Siegeskurs hielt.

Havers resümierte nach der Begegnung: „Die Tatsache, dass wir Oberwiehl zwischen der 40. und 50. Spielminute erlaubt haben, auf vier Tore zu verkürzen, sollte meinem Team Warnung sein. Andere Teams nutzen eine solche Schwächephase und drehen das Spiel. Das darf uns zukünftig nicht mehr so einfach passieren. Ich habe allerdings auch sehr gute Ansätze gesehen. Wir lösen den Großteil der Situationen im Angriff spielerisch und verlagern uns nur selten auf Einzelaktionen, dadurch sind wir von allen Positionen torgefährlich, was sich auch heute wieder in der Torschützenliste bemerkbar macht. Ein Sonderlob haben sich Jan, mit elf Treffern und Freddy mit seiner makellosen Bilanz von sechs Treffern bei sechs Versuchen verdient.“

Torschützen: Antons (11/4), Hoffmann (6), Wolff (4), Schlingensief, Eiche, Habisch, Beckers (je 3), Kuck, Schroeder, Bayer

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