Zum letzten Spiel im Kalenderjahr 2017 empfängt die Westwacht am Samstagabend mit dem TV Strombach einen Gegner gegen den es in den letzten Jahren so gut wie nie etwas zu holen gab. Diesmal, so haben Spieler und Trainer sich vorgenommen, soll der Bann jedoch gebrochen und vor allem zuhause die Serie von zuletzt vier Siegen weiter ausgebaut werden.

Das Momentum scheint dabei derzeit auf Seiten der Westwacht zu liegen, da die Oberbergischen nach starkem Start zuletzt Federn lassen musste. So ging nach den beiden Spitzenspielen gegen Derschlag (25:31) und Pulheim (22:23) und einem eher schmeichelhaften Sieg gegen Fortuna Köln (22:20) am vergangenen Wochenende unerwarteter Weise die Begegnung gegen Tabellenschlusslicht Longerich mit 17:20 verloren. Ähnlich wie die Formkurve verhält es sich scheinbar auch beim Personal. Während an der Parkstraße zusehends mehr Spieler zur Verfügung stehen, muss Strombachs Trainer Michiel Lochtenbergh in den letzten Wochen immer wieder auf Stammkräfte verzichten. So vielen zuletzt mit Lukas Bader und Christopher Suhr die Nummer zwei und drei der internen Torschützenliste des TVS verletzt aus – ob sie am Samstag wieder zur Verfügung stehen, bleibt abzuwarten.

Egal mit welchem Kader der Gegner am Wochenende auflaufen wird, für Weidens Trainer Philipp Havers zählen am Samstagabend nur zwei Punkte. „Bedingt durch die Niederlagen in Nümbrecht und Dormagen laufen wir unserem Saisonziel noch immer hinterher. Gerade in den Spielen gegen die Teams des oberen Tabellendrittels müssen wir daher jetzt zeigen, in welche Richtung es im neuen Jahr gehen soll“, fordert Havers noch einmal vollen Einsatz, ehe er sein Team in die Weihnachtsferien entlässt und gibt zu bedenken: „Strombach stellt mit einem Schnitt von nur 22,4 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Zwar müssen wir uns mit unserer zuletzt gezeigten Angriffsleistung bestimmt nicht verstecken, allerdings haben wir auch immer wieder Schwächephasen in unseren Spielen gezeigt. Wenn wir die direkte Konkurrenz um die oberen Tabellenplätze schlagen wollen, müssen wir auch in der Lage sein, über 60 Minuten am Limit zu spielen und besonders in der Schlussphase die Konzentration hoch halten.“

Personell gibt es mittlerweile die unangenehme Gewissheit, dass die Saison für Torhüter Chris Flöck gelaufen ist. Die zunächst als Außenbandzerrung diagnostizierte Knieverletzung hat sich nach anhaltenden Problemen und einer nunmehr durchgeführten MRT-Untersuchung als Kreuzbandriss entpuppt – das eigentlich nur kurzzeitig geplante Intermezzo von Daniel Gawlas verlängert sich daher bis Saisonende.

DJK Westwacht Weiden – TV Strombach (Samstag, 16.12.2017, Anwurf 19.30 Uhr, Halle Parkstraße)

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