Mit dem 26:26 Unentschieden bleibt es dabei, dass die Westwacht gegen den TV Strombach scheinbar nicht gewinnen kann. Zwar bleiben die Grün-Weißen durch die Punkteteilung auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen, bedingt durch den Sieg von Dormagen gegen Refrath muss man den vierten Tabellenplatz jedoch wieder räumen und überwintert auf Rang fünf.

Dass es am Samstagabend nicht zu mehr als einem Unentschieden reichte, hatte nach Meinung von Weidens Coach Philipp Havers gleich mehrere Gründe: „Mit Blick auf die vorliegenden Videos, hat Strombach gegen uns seine beste Saisonleistung abgeliefert. Solch dynamische Kreuzbewegungen der Rückraumspieler Bader, Mayer und Blech habe ich in keinem der bisherigen Matches gesehen“, sah Havers wie die Strombacher Rückraumschützen im ersten Durchgang immer wieder frei aus der zweiten Reihe zum Erfolg kamen. „Wir haben zwar auch selbst sehr ansehnliche Treffer herausgespielt, jedoch hat der fehlende Zugriff auf den Strombacher Angriff dafür gesorgt, dass wir uns nicht absetzen konnten und das Spiel so lange Zeit offen blieb.“

Neben den Problemen in der Defensive machte sich ebenfalls die personelle Situation im Lager der Westwacht bemerkbar. Torhüter Bobo Bayer war auf Grund eines Magen-Darm-Infekts genauso nicht im Vollbesitz seiner Kräfte wie Toptorschütze Jan Antons, der bereits die Trainingswoche im Bett verbracht hatte. Zudem stand Lukas Schuffelen wegen einer Wadenzerrung gar nicht zur Verfügung und auch Marc Schlingensief und Timo Wolff sah man die Nachwirkungen bzw. akuten Symptome ihrer Erkältungen an, so dass sich die Zahl der fitten Akteure auf Weidener Seite eher überschaubar darstellte.

Dennoch blieb auch im zweiten Durchgang zunächst alles wie gehabt. Nach dem 13:14 Halbzeitstand gelang es keinem der beiden Teams sich zu distanzieren, ehe der Strombacher Julian Mayer in der 42. Minute beim Stand von 17:18 auf Grund eines Ellbogenschlags vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde. Doch anstatt die anschließende Überzahl zu nutzen und selbst in Führung zu gehen, reihte sich ein individueller Offensivfehler an den nächsten. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten, nutzen die sich bietenden Gelegenheiten und legten mit einem 5:0-Lauf bis zur 51. Minute auf 23:18 vor.

Westwachts Trainer Philipp Havers reagierte daraufhin mit einer Auszeit und stellte die Abwehr auf ein 4:2-System um. Sah es zunächst noch nicht danach aus, als könnten die Grün-Weißen das Blatt noch einmal wenden, war neben Marc Schlingensief´s Geschoss ins linke obere Eck und dem damit verbundenen Anschlusstreffer zum 19:23 spätestens Ben Beckers´Treffer zum 24:25, bei welchem er von Strombachs Florian Panske derart aus der Luft geholt wurde, dass den Schiedsrichtern auch hier nur der Griff zur roten Karte übrig blieb, der entscheidende Motivationsschub um noch an die Sensation zu glauben.

Havers lobte nach der Partie vor allem die Moral seines Teams: „Auch wenn wir sicher nochmal über die erneute Schwächephase in der zweiten Halbzeit sprechen müssen und wie es dazu kommen konnte, dass wir mit fünf Treffern in Rückstand geraten, haben sich meine Jungs ein Lob für die Energieleistung in den letzten zehn Spielminuten verdient. Mit ein wenig Glück oder zwei Minuten mehr auf der Uhr, hätten wir das Spiel sogar noch gewinnen können. Die bevorstehende Weihnachtspause können wir gut gebrauchen. Die kommenden 14 Tage werden wir zur Regeneration nutzen um dann im neuen Jahr - dann auch mit unseren beiden Rückkehrern Andi Micke und Jonas Backes- einen neuen Angriff auf die vorderen Tabellenplätze zu unternehmen.“

Torschützen: Hoffmann (6), Wolff (5), Beckers (5/1), Eiche (4), Schlingensief (3), Kuck, Schröder, Habisch

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