Auch ohne die Langzeitverletzten Chris Flöck, Pascal Schröder und Freddy Hoffmann sowie die privat verhinderten Stefan Kuck, Lukas Schuffelen und den erkrankten Tyrone Schwark gelang der Westwacht am Sonntagnachmittag ein insgesamt ungefährdeter Auswärtserfolg.

Während die Gastgeber die ersten fünfzehn Spielminuten noch offen gestalten konnten und bis auf ein Tor dran blieben (6:7), legten die Grün-Weißen von nun an ein Schippe drauf, erzielten zunächst zwei weitere Treffer und zogen spätestens ab der 20. Spielminute vorentscheidend davon. Über 13:8 (25. Spielminute) und 15:9 (27. Spielminute) stand am Ende der ersten Halbzeit mit 19:11 eine 8-Tore-Führung zu buche.

Westwachts Trainer Philipp Havers lobte in der Kabine die Leistung seines Teams im Ersten Durchgang: „Mit Blick auf die Offensivstatistik war das eine der fehlerärmsten Halbzeiten in dieser Spielzeit. Wir haben sehr variabel gespielt und immer ein Auge für den freien Nebenmann gehabt - Resultat war, dass bereits zur Halbzeit 19 Treffer auf unser Konto gingen und sich bereits zu diesem Zeitpunkt alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten.“

Mit Beginn des zweiten Durchgangs reagierte das Kölner Trainerteam auf die flüssig vorgetragenen Angriffe der Weidener und stellten mit einer 4+2-Deckungsvariante die linke Angriffsseite der Westwacht unter Sonderbewachung – mit mäßigem Erfolg. Zwar kombinierten die Grün-Weißen in der Folge nicht mehr über das gesamte Team, dafür funktionierte das Kleingruppenspiel, bei dem insbesondere Johnny Eiche auf Linksaußen und Marcel Habisch auf der ungewohnten Rechtsaußenposition zum Erfolg kamen.

„Einzig die Tatsache, dass wir auf unserer rechten Abwehrseite die letzte Konsequenz vermissen lassen haben, trübt das Gesamtbild der Partie“, sah Havers auch kritische Punkte im Spiel seiner Mannschaft. „Simon Voiss ist am Ende auf acht Treffer gekommen, die er zum Teil ohne die nötige Gegenwehr unsererseits erzielen konnte. Hätten wir hier etwas konzentrierter verteidigt, wäre unser Erfolg deutlich höher ausgefallen“, resümierte der Westwachter Coach. Denn nachdem Johnny Eiche mit seinem Treffer zum 25:14 die Differenz in der 40. Spielminute erstmals auf 11 Treffer hochschraubte, war es Voiss, der die folgenden fünf Treffer des MTV erzielte und den Rückstand etwas erträglicher machte.

Spannend wurde es dennoch nicht. Näher als acht Tore kamen die Mühlheimer der DJK an diesem Nachmittag nicht mehr, so dass die Partie über 34:24 (55. Spielminute) am Ende verdient mit 37:29 an die Westwacht ging.

Havers war mit der Leistung seines Teams insgesamt sehr zufrieden: „Ben hat nach überstandener Verletzungspause ein für die kommenden Aufgaben vielversprechendes Comeback gegeben, Johnny hat mit einer hundertprozentigen Quote im Angriff und seiner körperlichen Präsenz in der Defensive überzeugt und Marcel hat auf der rechten Außenbahn einen tollen Job gemacht und dabei die Ausfälle unserer Linkshänder fast vergessen lassen. Auch dem übrigen Team muss ich ein Lob aussprechen, da es in der zweiten Halbzeit clever gegen die offensive Deckung des Gegners reagiert und nahezu immer die richtige Lösung gefunden hat.

Torschützen: Beckers, 7/4, Habisch 7, Eiche 6, Schlingensief, Micke, Antons je 3, Wolff, Backes, Gehlich je 2

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