Vorerst bleibt der TuS Derschlag das einzige Team, das in dieser Saison zwei Punkte aus der Weidener Parkstraße entführen konnte, denn auch gegen den TSV Bayer Dormagen II hielt am Samstagabend die Weidener Serie von jetzt zehn Spielen ohne Niederlage vor heimischem Publikum.

„Insgesamt war der Sieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr“, blickte DJK-Coach Philipp Havers nach dem Spiel zurück, sah in den zurückliegenden 60 Minuten jedoch auch Phasen seines Teams in denen man Dormagen erlaubte auf Augenhöhe zu spielen. „Nach dem 4:4 in der 8. Spielminute haben wir uns in der Deckung gesteigert und die so gewonnenen Bälle im Angriff sicher in eigene Tore verwandelt. Resultat war, dass wir uns zunächst auf drei Tore (7:4) und bis zur 13. Minute auf vier Treffer absetzen konnten“, war Havers noch sehr zufrieden mit dem Halbzeitverlauf. Was dem Weidener Trainer allerdings gar nicht schmeckte, waren die folgenden drei Minuten, in denen man den Gästen gleich mehrere Bälle durch unkonzentrierte Angriffsaktionen überließ und folgerichtig den 9:9 Ausgleich kassierte.

Besser bekam Havers, was sein Team anschließend aufs Parkett brachte. Dem Bayer-Treffer zum 10:10 Ausgleich folgte ein 4:0-Lauf durch Tore von Marcel Habisch, Ben Beckers und einem Doppelschlag von Marc Schlingensief, dem an diesem Tag, trotz Sonderbewachung, alles zu gelingen schien und bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zum fünften und sechsten Mal einnetzten konnte.

Über 16:11 und 18:12 wuchs der Vorsprung kurz vor Halbzeitende sogar auf sechs Tore an, allerdings verkürzte die TSV-Reserve nochmals auf 18:14, ehe es in die Kabine ging.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten dann die Hausherren und legten so den Grundstein für den Erfolg über den Tabellennachbarn. Konnten die Gäste den Treffer von Marc Schlingensief zum 19:14 noch kontern, blieb der erneute 4:0-Lauf durch Wolff, Backes, Kuck und abermals Schlingensief zunächst unbeantwortet, so dass mit dem 24:16 Zwischenstand in der 40. Spielminute die höchste Führung und gleichzeitig die Vorentscheidung an diesem Abend zu Buche stand.

Den Erfolg zu diesem Zeitpunkt in den Köpfen scheinbar schon abgehakt, wurde daraufhin nicht nur die Defensivarbeit vernachlässigt, auch im Angriff wurde gleich mehrmals die falsche Entscheidung getroffen, so dass die Bayer-Reserve die folgenden 13 Minuten mit 10:5 für sich entscheiden und auf 26:29 verkürzen konnte. Der Weckruf in Form einer Auszeit folgte unmittelbar und verfehlte seine Wirkung nicht. Andi Micke, Marcel Habisch und Timo Wolff trafen in Folge und stellten wieder einen beruhigenden Abstand her.

„Insgesamt haben unsere Routiniers geglänzt. Stefan Kuck hat zusammen mit Lukas Schuffelen nicht nur der Abwehr den nötigen Rückhalt gegeben, sondern auch in der Schlussphase im Angriff mit Ruhe und Übersicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Als Dormagen auf drei Tore verkürzte, hat auch der bereits eine Viertelstunde vor Schluss ins Tor eingewechselte Daniel Gawlas nur noch einen weiteren Gegentreffer zugelassen“, freute sich Havers, dass seine Ü30 mit Schlingensief, Kuck, Schuffelen und Gawlas heute maßgeblich zum Erfolg beitragen konnte.

Torschützen: Schlingensief 10/4, Beckers, Wolff je 5, Backes, Habisch je 4, Kuck 3, Micke 2

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