Ein leistungsgerechtes Unentschieden stand am Ende der Partie bei der äußerst heimstarken HSG Refrath/Hand zu Buche. Leistungsgerecht vor allem, weil die Westwacht im Verlauf des gesamten Spiels, besonders jedoch in der zweiten Hälfte, die Konsequenz im Abschluss vermissen ließ und so nach einer noch ansehnlichen Angriffsleistung im ersten Durchgang, nur noch acht Treffer in den zweiten 30 Minuten zu Stande brachte.

„An der Einstellung in der Abwehr habe ich grundsätzlich nichts zu beanstanden, nur dass wir oftmals den zweiten Ball nicht gewinnen konnten und Refrath so immer wieder in Ballbesitz gelangte, ärgert mich. Klar wollten wir über die erste und zweite Welle einfache Tore erzielen, aber dafür müssen wir den Ball erstmal haben“, haderte Havers ein wenig mit der Startphase zum Gegenstoß seines Teams.

„Nachdem Refrath bis zum 2:3 immer einen Treffer vorlegen konnte, haben wir den Ton angegeben und im Angriff flüssig kombiniert. Über 7:4 (10. Spielminute), 10:6 (15. Spielminute) und 14:9 (22. Spielminute) waren wir eigentlich schon in der ersten Halbzeit in der Lage, eine Vorentscheidung herbeizuführen, haben aber auch diesmal wieder 16 Bälle durch technische Fehler und Fehlwürfe dem Gegner überlassen – man sieht also deutlich, was bei einer konsequenteren Spielweise möglich gewesen wäre“, hätte der Weidener Trainer sein Team gerne mit einer höheren Führung in die zweite Hälfte starten gesehen.

Nach der Pause konnte zunächst der frisch eingewechselte Jan Antons die Führung letztmalig auf fünf Tore erhöhen (16:11), musste jedoch kurz darauf verletzt das Spielfeld verlassen und konnte in der Folge nicht mehr eingesetzt werden. Nicht nur bedingt durch Antons´ Ausfall sondern auch dadurch dass neben Lukas Schuffelen und Pascal Schröder auch Nils Gehlich, Jonas Backes und Johnny Eiche verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen, waren Alternativen auf der Weidener Bank kaum verfügbar – ein Faktor der sich auch kräftemäßig bemerkbar machen sollte. Denn während die Abwehr weiter sehr engagiert zu Werke ging, verlor der Angriff mehr und mehr an Durchschlagskraft, was die HSG im weiteren Spielverlauf dazu nutzte, auf zwei bis drei Treffer zu verkürzen und beim 22:22 in der 56. Minute erstmalig seit dem 3:3 wieder auszugleichen.

Beim Stand von 23:23 in der 60. Minute war es dann Torhüter Bobo Bayer, der den Punktgewinn für die Westwacht festhielt. „Eigentlich schon auf dem Weg in die andere Ecke zeigte Bobo einen super Reflex und wehrte den Wurf von Refraths Jonny Benninghaus überragend ab“, beschrieb Havers den Verlauf der letzten Spielminute und setzte fort: „Mit Bobo´s Parade hatten wir 15 Sekunden vor Schluss sogar noch die Chance selber den Siegtreffer zu erzielen, leider haben wir es aber nicht mehr geschafft, den in der Auszeit geplanten Ablauf zu Ende zu spielen und erfolgreich abzuschließen.“

Torschützen: Wolff, Habisch je 5, Schlingensief 4/2, Beckers, Micke je 3, Antons, Kuck, Schwark je 1

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