„Das, was wir hier in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, war mit weitem Abstand die schlechteste Leistung in dieser Saison“, resümierte Westwachts Trainer Philipp Havers nach der Niederlage gegen den CVJM Oberwiehl.

Während man in der ersten Halbzeit die tonangebende Mannschaft war und sich auch nicht von den teils überharten Aktionen der Oberwiehler beeindrucken ließ, führte man über 6:3 und 9:6, ehe die Gastgeber erstmals wieder beim Stand von 9:9 ausgleichen konnten. Die darauffolgende doppelte Überzahl konnte man jedoch erfolgreich nutzen um erstmals fünf Treffer vorzulegen und auf 14:9 zu erhöhen. Dieser Vorsprung schrumpfte allerdings bereits vor der Pause wieder auf drei Tore, so dass man beim Stand von 18:15 in die Kabine ging.

Dort schienen einige Akteure der Westwacht mit ihren Gedanken geblieben zu sein, denn anders ist beinahe nicht zu erklären, wie eine Halbzeit wie die nun folgende zu Stande kommen konnte. Marcel Habischs Treffer zum 20:16 in 32. Minute sollte für die nächsten 13 Minuten der letzte der Westwacht bleiben, Oberwiehl dagegen legte einen 10:0 – Lauf hin und erst Jonas Backes traf in der 45. Minute zum 22:26 aus Sicht der Westwacht.

„Was da passiert ist, ist mir schwer erklärlich“, suchte Weidens Coach für den Grund des kollektiven Blackouts seiner Mannschaft: „Dass die Partie wegen der Verletzung des Oberwiehlers Philipp Keusgen, dem wir von hier aus die besten Genesungswünsche schicken, insgesamt über eine halbe Stunde unterbrochen war, kann keine Entschuldigung sein - die Unterbrechungen hätten uns eher noch helfen müssen uns wieder zu berappeln - vielmehr waren es aber jedes Mal die Gastgeber, die beide Male besser ins Spiel starteten. Egal was wir versucht haben, nichts hat wirklich Wirkung gezeigt. Unsere Deckung hat im ersten Durchgang schon nicht wirklich gut gegen das Kreisläuferspiel des Gegners gestanden, konnte sich aber auf Daniel Gawlas im Tor und die eigene Angriffsleistung verlassen, im zweiten Durchgang geriet dann auch noch die Offensive ins Stocken, so dass die Niederlage, auch der Höhe nach, die logische Konsequenz war“, fasste Havers ein erstes Fazit.

„Die oberbergischen Hallen sind in dieser Saison kein gutes Pflaster für uns, in vier Versuchen haben wir bislang keinen einzigen Punkt mitgenommen, diese rabenschwarze Serie zu brechen ist nächste Woche unser Ziel, wenn wir ausgerechnet auf den TV Strombach treffen, gegen den wir uns in den letzten Jahren aufwärts immer ein dickes blaues Auge abgeholt haben“, will Havers die verbleibenden drei Partien nicht wegschenken und zumindest den vierten Tabellenplatz behaupten.

Torschützen: Beckers 8/5, Habisch 6, Backes 5, Kuck, Micke, Wolff, Hoffmann je 2, Schlingensief

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